Brennende Leidenschaft seit 150 Jahren

Festkomm-Plbg-20190406-153Seit 150 Jahren gibt es die Feuerwehr in Plößberg. Mit einem Festkommers leitete der Verein die Feierlichkeiten dafür ein.

Begonnen wurde der Kommers am vergangenen Samstag durch ein Musikstück der Thanhauser Schnapperler, die den ganzen Abend musikalisch umrahmten, und den Einzug der Festdamen. Anschließend blickte Feuerwehr-Vorsitzender, Florian Trißl, auf die Anfänge der Wehr zurück. So sei die Feuerwehr zu Zeiten der Gründung eine von nur acht Stück im ganzen Landkreis gewesen. Bürgermeister Lothar Müller ging auf den hohen Stellenwert der Feuerwehr in der Bevölkerung ein: "Es ist immer wer da, der hilft." Den Einsatz in einer Wehr finde er umso anerkennenswerter, wenn er auf ehrenamtlicher Basis erfolge, so Müller.

 

Auch stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler fand nur lobende Worte für die Arbeit der Feuerwehrmänner und -frauen. Drei Gründe, warum ihn die 150 Jahre vor allem begeisterten, seien die Bereitschaft zum Wandel, die geschichtlichen Hindernisse, die überwunden wurden und die Tatsache, dass sich immer wieder Freiwillige fänden, die sich für den Dienst in der Feuerwehr meldeten. Außerdem begeistere ihn das Interesse der Jugend am Verein: "Ihr seid unsere Zukunft. Bitte bleibt's dabei". Weiter kritisierte Scheidler die Selbstverständlichkeit, mit der manche Menschen die Arbeit der Feuerwehr manchmal sähen und die Tatsache, dass es immer noch Situationen gäbe, in denen Rettungskräfte verbal oder tätlich angegangen werden. Dazu fand er klare Worte: "Lassen Sie sich nicht von solchen Vollpfosten irritieren."

Kreisbrandrat Andreas Wührl ging darauf ein, wie "technisch hervorragend aufgestellt" die Wehr sei. "Die Feuerwehr ist nicht mehr nur eine spontane Hilfe, sondern trägt heute das Zertifikat: Professionell", erklärte Wührl.

Vom Patenverein, der Freiwilligen Feuerwehr Tirschenreuth, erhielt die Plößberger Feuerwehr statt einem Jubiläums-Geschenk eine Geldspende. Außerdem wünschte der Vertreter der Tirschenreuther Wehr alles Gute und "eine Jugend, die brennendes Interesse zeigt".

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Einen Einblick in die Jubiläumsschrift gab Wolfgang Haas. Unter dem Motto "Zukunft durch Herkunft" hielt er einen Vortrag zur Geschichte der Wehr. Haas erklärte, dass die Gründung vor 150 Jahren als Reaktion auf ein verheerendes Feuer erfolgte, bei dem 104 Familien ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Durchwegs durch die vielen Jahre ziehe sich vor allem der stets hohe Anspruch auf technisch hohem Niveau zu operieren, so Haas.






Auch die Festdamen hatten sich etwas einfallen lassen, um sich den Feierlichkeiten anzuschließen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Kreisbrandmeister Wilhelm Horn führten sie einen Sketch auf, der mit Musik umrahmt war und zeigten im Zuge dessen zum ersten Mal ihre neuen Festdirndl.

Der erste Kommandant, Christian Zölch, zog Bilanz: Die Wehr sei seit ihrer Gründung 54.704 Tage im Einsatz. Während die Mitglieder zu Anfangszeiten zwischen zwei und vier Mal pro Jahr ausrückten, sei die Zahl mittlerweile auf zirka sechzig Einsätze gestiegen. Auch er lobte den ehrenamtlichen Einsatz seiner Kollegen: "Es sind diejenigen, die nicht weg schauen, sondern tatkräftig anpacken, wenn jemand Hilfe benötigt."

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Im Zuge des Kommerses fanden außerdem Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft statt. Horst Bauer, Martin Beer, Markus Münchmeier, Thorsten Schiener und Lothar Strickner wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre erhielten Manfred Bergmann, Anton Müller, Rainer Rath und Anton Riebl eine Ehrung. Bereits ein halbes Jahrhundert nennen sich Alfons Bauer, Karl Berr, Rainer Böckl, Richard Kraus, Johann Sailer, Wilhelm Schiener, Albert Schöberl und Robert Sladky Mitglieder der Wehr.




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Die Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Andreas Beer, Sigmund Dittmann, Ehrenvorsitzender Reinhold Dittmann, Dieter Horn, Werner Kinle, Ehrenmitglied Roland Pfefferlein, Ehrenmitglied Hans Riedl und Josef Scharnagl. Seit 65 Jahren engagieren sich Ehrenmitglied Oswald Freundl, Alfons Haubner, Richard Heß, Hans Kreuzer, Ehrenmitglied Johann Lindner und Georg Lukas Senior.

 

 

 

 

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Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Ralf Dittmann, Walter Sailer, Reinhold Heß und Wilhelm Horn. 

 

 

 

 

 

 

Bericht: Der neue Tag

 

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